Dienstag, 27 November 2012

Was ist es mir wert?

JakobAlt kleinWas ist es mir wert, fragte sich Claire beim Auspacken des Einkaufskorbes. Im Aldi hätte ich das alles sicher noch gut 10% günstiger gehabt. Meine beste Freundin aber lacht mich aus. Ich kaufe nur noch ennet der Grenze ein, sagt sie. Da sparst du fast einen Drittel. Das bisschen Sprit ist vernachlässigbar und Zeit hab ich schliesslich genug.

 

 

Zeit haben ist dagegen für Bäuerin Lea zunehmend ein Problem. Immer schneller, billiger, mehr, für tiefere Preise. Da kommst du oft nicht mal mehr zum Zeitung lesen. Müsste man aber,

weil immer öfter hört man, Bäuerinnen müssen kommunizieren können. Produ- zieren allein genügt nicht. Kundinnen wollen umworben und gut informiert sein.

Klar ist, der Druck nimmt zu, dies- seits und jenseits des Röstigrabens. Das brachte Uniterre dazu, sein Tätigkeitsfeld in die Deutschschweiz auszudehnen. Das geht aber nicht ohne finanzielle Mittel. Drum wurde an der letzten GV der Mitgliederbeitrag verdoppelt. Dies war es uns wert.

Im Nachhinein stellen wir fest, dass damit offenbar eine Schmerzgrenze

überschritten wurde. Wir möchten aus finanziellen Gründen kein einziges Mitglied verlieren. Drum die ausserordentliche GV vom ..... Dezember 2012.

Wir suchen nach Wegen, wie wir unsere wichtigen Projekte weiterführen können, ohne die Beiträge zu belasten.

Ihr, liebe Mitglieder, seid es uns wert. Wir hoffen auf euer Verständnis und euer aktives Mittragen. Zusammenstehen grad in schwierigen Zeiten ist wichtig. In Zeiten, wo die einen Zeit für aufwän- digen Einkaufstourismus, die anderen aber vor lauter Arbeit kaum Zeit zum

Naseschnäuzen haben. Da braucht es eine starke Bauerngewerkschaft, die sich Zeit nimmt für Solidarität.

Jakob Alt, co-President

AG-extra D